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Parallel zum Aufstieg von EDM zum neuen Stadionrock hat sich in Nordamerika in den letzten Jahren eine Generation an Musiker*innen etabliert, die sich die Erneuerung der amerikanischen Technotradition auf die Fahnen geheftet hat.

Im Prinzip stehen einander dabei zwei Lager gegenüber – auf der einen Seite jener Bereich zwischen FXHE und Footwork, der sich auf Techno als den Sound der Arbeiter*innenklasse bezieht (Stichwort Motor City), und eine andere Fraktion mit starkem Bezug zur New Yorker Kunstszene, die musikalischen Einflüssen aus Europa gegenüber in der Regel aufgeschlossener ist. Doch auch wenn man es manchmal nicht leicht miteinander hat, so unähnlich ist der Output der beiden Seiten nicht, und auf gemeinsame Ziele kann man sich durchaus einigen.

Der Floor wird von DJ IZC eröffnet, dem Betreiber des Labels Dubsquare, dessen Techno-Sets zwischen Chicago und Detroit pendeln.

Aurora Halal
ist zwar selbst eindeutig der Kunstfraktion zuzuordnen, betreibt aber mit Mutual Dreaming eine Clubnacht, die sich in den letzten Jahren als wichtige Plattform für Artists aus beiden Lagern entwickelt hat, darunter auch Hieroglyphic Being, Terrence Dixon und Ultradyne. In ihren eigenen Live-Performances vertritt sie einen ungewöhnlich melodischen, aber nicht uncharmanten Ansatz von Detroit Techno.

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Deutlich härter und repetitiver gestalten sich die aktuellen Live-Sets des in der Nähe von Boston lebenden Musikers Ren Schofield. Als Container veröffentlichte er bislang vorwiegend auf experimentierfreudigen Technolabels wie Morphime oder dem Mego-Sublabel Spectrum Spools. Seit seinem Debüt im Jahr 2010 haben sich Schofields Stücke vom klassisch-geraden Technobeat in Richtung eines Sounds entwickelt, der starke Anleihen an Elektro und Wave nimmt.

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Nach den beiden Live-Konzerten gehört die Bühne bis in die frühen Morgenstunden Traxx. Kaum ein Artist verkörpert die Fusion von Oldschool- und Newschool-Techno so glaubwürdig und konsequent wie der Betreiber des in Chicago ansässigen Labels Nation. Obwohl Traxx bei seinen DJ-Sets wie auch seinen Produktionen auf analoge Hardware besteht und seit Jahren auf Labels wie Gigolo Records oder Crème Organization veröffentlicht, hat er auch keine Berührungsängste mit den neuen Generationen von Techno- und House-Artists.

(Text: Chris Hessle/Skug)


 

 

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