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Solidarische Ökonomie

In Folge der Krisen der neoliberalen Globalisierung entstanden in den vergangenen Jahrzehnten insbesondere in Lateinamerika (aber zunehmend auch in Europa, Deutschland, Österreich und auch in Graz) vielfältige Projekte Solidarischer Ökonomie. Von selbstverwalteten Betrieben, Genossenschaften und Handelsnetzwerken, über Gemeinschaftsgärten, alternative Wohnprojekte und Umsonstläden bis hin zu Open Source und Freier Software.

Solidarische Ökonomie funktioniert nicht gemäß einem einheitlichen Konzept, sondern steht als Sammelbegriff für Formen des Wirtschaftens, die sich nicht (oder nicht primär) am Erzielen von Gewinnen, sondern an sozialen, demokratischen und ökologischen Zielsetzungen orientieren. Im Gegensatz zur Profitmaximierungslogik des Kapitalismus geht es der Solidarischen Ökonomie darum, menschliche Bedürfnisse zu befriedigen. Sie weist über die bestehenden Strukturen hinaus und beginnt praktisch und konkret alternative, zukunftsweisende Wirtschaftensweisen zu entwickeln.

Vor diesem Hintergrund verstärkte sich in Deutschland und Österreich in den letzten Jahren das Bemühen um die Vernetzung solidarökonomischer Projekte (an deren Mangel in vorhergehenden Jahrzehnten viele Initiativen gescheitert waren). Erste Erfolge zeigten sich unter anderem auch in Form von zwei äußerst gut besuchten und lebendigen internationalen Kongressen in Berlin (2006) und Wien (2009).

In Graz fand im Juli ein zweitägiger Workshop mit internationalen Gästen statt, der zum Ziel hatte, einen Prozess zur Sichtbarmachung und Förderung solidarischer Wirtschaftsstrukturen in der Steiermark zu initiieren. Daran anknüpfend soll der Workshop im Rahmen von Elevate einerseits in das Konzept der Solidarischen Ökonomie einführen und andererseits die bereits recht zahlreichen lokalen Initiativen (selbstverwaltete Kulturzentren wie Spektral, Sub und Combinesch, diverse Gemeinschaftsgärten, den Kostnixladen, das HausbefreierInnenprojekt A-Z sowie eine Vielzahl diverser Kulturvereine, u.v.m.) sichtbar machen sowie diese miteinander und mit den ReferentInnen in Kontakt bringen, um gemeinsam voranzukommen.

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