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Decolonizing Technologies

Speculative Fiction Workshop

Die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien geben vor, die ganze Welt miteinander zu verbinden und erzwingen eine permanente Zufriedenheit und "always-online" als einzig richtige Art zu leben. Die IT-Enthusiasten propagieren Apps, KIs, Bots und andere webbasierte Tools als "allgegenwärtige" Lösungen für fast jedes Problem, dem unser Planet heute gegenübersteht. Aber was ist, wenn diese Probleme Symptome des Paradigmas sind, in dem diese Technologien gedacht und gebaut wurden? Was ist, wenn ihr Design und ihre Ontologie die kulturelle Hegemonie des globalen Nordens in sich tragen?

In diesem Workshop wollen wir eine kollektive Dekonstruktion der heutigen internetbasierten Technologien in Bezug auf ihre kulturellen, rassischen, ethnischen und anderen Vorurteile vorschlagen. Diese Dekonstruktion wird in drei Stufen erfolgen:

Zuerst werden wir mit einer kurzen Einführung in die Geschichte und Philosophie der "westlichen Wissenschaft und Technologie" beginnen, wobei wir die Einstellung zur Natur als "Objekt" (res extensae), als "Werkzeug" zur Erreichung der ehrgeizigen Ziele der expandierenden Zivilisation aufbrechen. Wir werden dann die zeitgenössische "humanitäre Technologie" hinterfragen, die das Paradigma der Aufklärung nie wirklich aufgegeben hat, mit Dutzenden von "missionarischen" Startups, die vorgeben, High-Tech-Lösungen für Probleme der "Dritten Welt" zu bringen.

Zweitens werden wir das "making for" und "making with" als zwei unterschiedliche Einstellungen zum Design von Technologien vergleichen. Wir werden mehrere Projekte vorstellen, die sich gemeinsam von und mit der einheimischen Bevölkerung Mexikos, Indiens und anderer "nicht-westlicher" Länder entwickelt haben. Wir werden einige Bilder und Videos von diesen Projekten zeigen und diskutieren, was sie von dem zuvor erwähnten kolonisierenden "Start-up"-Ansatz unterscheidet.

Drittens werden wir das Publikum in einen spekulativen Prozess der Fiktion einbeziehen: Wir werden einige Herausforderungen vorschlagen, denen sich mehrere "nicht-westliche" Regionen gegenübersehen (u.a. Klimakrise, geschlechtsspezifische Probleme, wirtschaftliche Schwierigkeiten) und werden uns in drei Gruppen aufteilen, um uns eine dekolonisierende technische Lösung für die gegebenen Herausforderungen vorzustellen. Am Ende des Workshops werden wir wieder zusammenkommen, um unsere Ideen zu zeigen und Kritik und Feedback auszutauschen.
 

Dieser Workshop ist Teil von Re-Imagine Europe.

Re-Imagine Europe

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