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Das Diskursprogramm am Elevate 2026: "Vital Signs – zwischen Kollaps und Aufbruch"
Das Diskursprogramm widmet sich 2026 den Lebenszeichen unserer Zeit und der Frage, wie sich Lebendigkeit in Systemen finden oder herstellen lässt, die vielerorts erschöpft wirken und unter großem Druck stehen: in der Wirtschaft und im Klima, in politischen Institutionen, in medialen Öffentlichkeiten oder im zwischenmenschlichen Zusammenleben.
Über drei Tage hinweg beleuchten internationale Denker:innen, Künstler:innen und Aktivist:innen, darunter Douglas Rushkoff, Cathrin Clüver Ashbrook, Gilda Sahebi, Wolfgang Palaver, Baro Vicenta Ra Gabbert und Christian Schiffer, zentrale Fragen unserer Gegenwart.
Erstmals ist die Festivaleröffnung vollständig in das Donnerstags-Programm integriert und nicht mehr als eigenständige Abendveranstaltung konzipiert. Die Helmut List Halle fungiert dabei erstmals als Ort der Eröffnung und markiert einen zentralen Knotenpunkt der neuen Festivalstruktur.
Die Eröffnungsrede hält die Autorin und Journalistin Şeyda Kurt, moderiert wird der Abend vom Wissenschaftskommunikator und “Science Buster” Martin Moder. Ein musikalischer Höhepunkt ist die Aufführung von Music for 18 Musicians von Steve Reich, interpretiert vom PPCM Ensemble, die das Thema “Vital Signs” auch auf klanglicher Ebene erfahrbar macht.
Am Donnerstag stehen Themen wie ozeanisches Hören, liebevolle Weltbeziehungen und ein Weckruf für die Demokratie im Zentrum, während der Freitag unter dem Fokus Designing after Collapse, Broligarchie und autoritäre Fantasien steht.
Den Abschluss bildet der Samstag mit Diskussionen über Europas Handlungsfähigkeit, regeneratives Wirtschaften und Strategien gegen die Politik der Polarisierung. Das Programm lädt dazu ein, innezuhalten, zuzuhören, zu diskutieren und selbst aktiv zu werden – mit dem Ziel, die Lebenszeichen unserer Gesellschaft zu erkennen, zu stärken und neue Impulse für eine resiliente Zukunft zu setzen.
Elevate Arts
Die Kunstschiene Elevate Arts eröffnet bereits in den Wochen vor dem Festival die Ausstellung "Vital Signs in Public Space", die vom 16. Februar bis 15. März zahlreiche Arbeiten heimischer und internationaler Künstler:innen im öffentlichen Raum von Graz versammelt.
Auf Cultureboards, Leerständen und Lichtmasten zeigen elf Künstler:innen Arbeiten, die persönliche Erfahrungen, Pop- und Subkultur sowie politische Perspektiven verhandeln. Collagen, Gemälde und Fotografien oszillieren zwischen Traum und Alltag, Intimität und gesellschaftlicher Reflexion – von Manga-inspirierten Collagen über neo-surrealistische Szenen bis zu politisch-ökologischen Statements.
Parallel dazu verführt die Klanginstallation "Elevations" von Maxime Denuc und Kris Verdonck mit einem computergesteuerten Orgelinstrument in ein immersives, nachhallendes Klangfeld. Ergänzt wird das Festival durch die Reihe "Music for Elevators", bei der der Grazer Schlossberglift zu einem intensiven Klangraum wird.
Geprägt ist die 22. Festivalausgabe zudem von Auftragsarbeiten und künstlerischen Residencies, die im Rahmen der Creative Europe-Projekte TIMES und New Perspectives for Action von Re-Imagine Europe entstanden sind und den europäischen Vernetzungsanspruch des Festivals unterstreichen.
Tickets
Tickets aller Kategorien sind über NTRY, Öticket und Resident Advisor erhältlich. Die Festivalpässe sind mittlerweile ausverkauft. Weitere Informationen findet ihr in unserem Ticketshop.
Solidaritätstickets:
Mit dem Kauf eines Tickets plus Solidaritätsbeitrag könnt ihr Menschen unterstützen, die sich den Festivalbesuch sonst nicht leisten könnten – und ihnen so die Teilnahme ermöglichen.
Diese Aktion erfolgt in Kooperation mit Hunger auf Kunst & Kultur.
Das Diskursprogramm im Heimatsaal des Grazer Volkskundemuseums ist bei freiem Eintritt zu besuchen. Alle Panels, Diskussionen und Vorträge werden auf elevate.at und auf Youtube über einen Livestream zu sehen sein. Ausgenommen sind Workshops und Filmvorführungen.