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Europas Fähigkeit zu handeln: Krieg, Wirtschaft und brüchige Allianzen

Panel

Samstag, 07 März 2026

14:30 - 16:00 Heimatsaal

“Power is not only what you have, but what you can still decide.”

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Europas Sicherheitsordnung grundlegend erschüttert. Militärische Abschreckung, wirtschaftliche Abhängigkeiten und politische Handlungsfähigkeit sind enger miteinander verflochten denn je. Sanktionen, Lieferketten, Rüstungs- und Industriepolitik sind zu zentralen Schauplätzen geopolitischer Macht geworden. Europas Zukunft entscheidet sich nicht nur an militärischen Frontlinien, sondern ebenso in ökonomischen und institutionellen Auseinandersetzungen.

Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch die jüngsten Auftritte von Donald Trump. Seine wiederholten Infragestellungen transatlantischer Bündnisse, seine Aussagen zu Grönland und die Relativierung kollektiver Beistandsverpflichtungen machen ein lange verdrängtes Risiko sichtbar: das mögliche Erodieren der NATO. Europas Sicherheit erscheint damit nicht nur durch äußere Aggression, sondern auch durch die Fragilität eigener Allianzen bedroht.

Wie handlungsfähig ist Europa unter diesen Bedingungen? Was bedeutet strategische Autonomie, wenn militärische Sicherheit, wirtschaftliche Resilienz und demokratische Prinzipien unter Druck geraten? Und wo liegen die politischen Kosten, wenn Abschreckung, Sanktionen und soziale Stabilität in Konflikt zueinander stehen?

Im Gespräch diskutieren Sven Biscop, Experte für europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Dmitry Nekrasov und Ökonom mit Fokus auf die russische Wirtschaft, Sanktionsregime und Geoökonomie.

Moderiert von Stefan Lenglinger (ORF / Zeit im Bild) fragt das Panel, ob Europa seine Krisen nur verwaltet oder ob es gelingt, daraus neue Formen politischer Handlungsfähigkeit zu entwickeln.