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Das Musik Line-Up steht – zwischen Clubkultur, transdisziplinärer Kunst und poppigen Momenten

Mit der vollständigen Bekanntgabe des Line-ups präsentiert sich das Elevate Festival 2026 einmal mehr als vielschichtiger Resonanzraum für zeitgenössische Musik, Kunst und Clubkultur.

Internationale Größen und lokale Acts, experimentelle Auftragsarbeiten, immersive Installationen und genreübergreifende Clubnächte spannen einen Bogen von intimen Klangexperimenten bis zu ekstatischen Dancefloor-Erfahrungen. Ob im Orpheum, PPC, GRNGR, Parkhouse oder im öffentlichen Raum -  Elevate 2026 lotet musikalische, politische und ästhetische Grenzräume aus und macht Graz für ein Wochenende erneut zum pulsierenden Knotenpunkt aktueller Gegenwartskultur.
 

Das Line-up ist komplett

Als letzter bestätigter Live-Act wird Bendik Giske das Programm des Eröffnungsabends in der Listhalle komplettieren. Der norwegische Musiker und Komponist ist einer der international schillerndsten Saxophonspieler:innen. Sein Spiel ist zwischen Minimal-Avantgarde, Jazz, elektronischer Musik und traditionellen skandinavischen und balinesischen Klängen situiert. Seine Performances sind ebenso meditativ wie flamboyant und mitreißend und spannen einen Bogen von akademischer Musik zu Underground-Ästhetiken.
 


Ein weiterer, in unterschiedlichen Feldern aktiver Headliner des Festivals ist Matthew Herbert. Der Musiker, Produzent und Filmkomponist Matthew Herbert wird in einem neuen Duo mit Momoko Gill zu erleben sein. Die Produzentin, Songwriterin und Multi-Instrumentalistin zählt seit Langem zu den bestgehüteten Geheimnissen der britischen Elektronik- und Jazzszene. Gemeinsam bewegen sich Herbert & Momoko zwischen der Energie des Dancefloors und intimen Stimmungen. Rhythmische Komplexität trifft dabei auf emotionale Offenheit. Der melodische Gesang und das präzise Drumming von Gill verschmelzen mit den elektronischen Klangfarben Herberts zu atmosphärisch reichhaltigen, sanft-lebendigen Songs, die durch ihre elaborierte Musikalität bestechen.
 


Ein weiteres Highlight ist die im Rahmen des EU-Projekt TIMES von den Festivals Le Guess Who, Insomnia, Nuits Sonores und Elevate initiierte Auftragsarbeit  "Pitch, Pigeon, Puerta" des dominikanischen Produzenten und Musikers Kelman Duran. Duran hat das transdisziplinäre, multisensorische Stück gemeinsam mit der in Finnland ansässigen Musikerin, künstlerischen Forscherin und Komponistin AGF aka Antye Greie-Ripatti, der puerto-ricanischen Movement-Künstlerin Kianí del Valle sowie der Lichtkünstlerin Theresa Baumgartner entwickelt. Zusätzlich wird der Perkussionist Lukas Koenig als Residency-Artist am Elevate die Crew verstärken. "Pitch, Pigeon, Puerta" rückt die menschliche Stimme in den Fokus und thematisiert dabei Fragen von Migration und Diaspora. Unterschiedliche Sprachen, Rhythmen und Klangfragmente werden zu einem rohen, poetischen Gefüge aus Punk-Poesie und freien Jazz-Sounds verwoben, begleitet von einer Tanz- und Lichtchoreographie.
 

Freitag-Abend geht es im Orpheum Extra experimentell zu. Hier werden neben dem Grazer Klangkünstler Benedikt Alphart auch Mariam Rezaei und bela zu erleben sein. Mariam Rezaei ist eine vielfach ausgezeichnete britisch-iranische Komponistin, Turntablistin und Performerin, die an der Schnittstelle von experimenteller Neuer Musik, freier Improvisation, Clubmusik und Hip-Hop arbeitet. Sie gilt als eine der technisch versiertesten und kühnsten Turntablist:innen weltweit. Die Medien bezeichnen ihre Arbeit als bahnbrechend. Ihre beeindruckenden Live-Sets zeugen von der meisterhaften Beherrschung klassischer Turntablism-Techniken und zahlreicher Verfahren, die Rezaei selbst entwickelt hat. bela ist bekannt für konfrontative Performances und kathartisches Sounddesign. Ursprünglich aus Paju in Südkorea stammend, erweitert bela die koreanischen Folklore-Musik Pungmul und formt diese durch gutteralen Gesang und subbasslastigen Metal-Noise zu einem queeren Ritual um, in dem Traumata behandelt und Wut und Trauer kanalisiert werden. 
 

Musik Line-Up nach Tagen


Im dieses Jahr erstmalig bespielten ppc wird es Freitagnacht neben dem technolastigen ersten Floor auch einen zweiten Floor geben, auf dem Ambient-Sounds die Dance-Crowd in andere Sphären katapultieren. Headliner dieser Bühne ist der in Berlin stationierte Musiker, Produzent und DJ Pavel Milyakov, besser bekannt als Buttechno, der sich konsequent zwischen den Genres Techno, House, Industrial, Ambient und experimentellen Clubmusikformen bewegt. Sein Sound zeichnet sich durch rohe Texturen, minimalistische Ausführung und eine bewusste Abkehr von klassischen Genrelogiken aus. Live wendet sich Milyakov transzendentalem Drone und Dark Ambient zu.
 

Mit Maxime Denuc wird ein Protagonist der europäischen Experimentalmusikszene mit einer Installation im Grazer Mausoleum vertreten sein. Der französische, in Brüssel stationierte Komponist und Musiker präsentiert “Elevations” - ein computergesteuertes Orgelinstrument aus individuell steuerbaren Pfeifen, das ein immersives Klangfeld webt, in dem akustische und elektronische Elemente ununterscheidbar werden. Inspiriert vom Dub-Techno der 1990er-Jahre und von Hauntology, agieren Licht, Bewegung und Maschinen autonom und evozieren die Atmosphäre einer nachhallenden Afterparty. “Elevations” wird im Kontext von Kiör (Kunst im öffentlichen Raum) realisiert und ist an allen Festivaltagen frei zugänglich!

Mit Beaks wird eine der derzeit gehyptesten Indie-Musiker:innen des Landes das poppige Programm im Orpheum rund um Eli Preiss, Uche Yara und Herbert & Momoko komplettieren. Beaks nennt sich die in Wien stationierte Musikerin, Lyrikerin und Model Anna Francesca. Aus der Poesie kommend, zeugen ihre Lyrics von ihrem einfühlsamen Umgang mit Sprache. Zwischen Realität und Tagtraum situiert sind ihre Songs introspektive Momentaufnahmen, die in minimalistischen Sounds eingebettet werden, irgendwo zwischen Dark Wave und Indie-Pop, was ihr vor Kurzem die Nominierung für den FM4 Award eingebracht hat. 
 


Und auch das GRNGR ist als Venue wieder dabei. Die außergewöhnliche Club-Location wird am Freitag zu einer Hardcore/Gabber Stage umgewandelt. Als internationale Gäste werden dabei niemand geringeres als Somniac One und Talita Otović zu erleben sein, zwei Ausnahme-Produzentinnen und weibliche Rolemodels in der männerdominierten Hardcore-Szene. Die litauische Produzentin und DJ Somniac One ist bereits auf Festivals wie Awakenings, Defqon.1, Dream Nation und Bang Face aufgetreten. Ihr Sound verbindet heavy Kicks mit innovativem Sounddesign und prescht dabei erbarmungslos voran. Ihre Kollegin, die in Paris stationierte Produzentin und DJ Talita Otović ist eng mit den Casual Gabberz verbandelt und Teil des Pariser Kollektivs Explity, das durch knallharten Hardcore, der ebenso humorvoll wie melancholisch sein kann, überzeugt.

Am Samstag wird das GRNGR dann von Atropa bespielt. Die Grazer Crew feiert ihr 10-jähriges Jubiläum und lädt dafür die DJs Romain FX und Rena Volvo ein. Außerdem werden die Residency-DJs AttilaGoldberg zu hören sein.
 

Sonntag wird das Parkhouse zur Daytime-Location. Gemeinsam wird von den frühen Morgen- bis in die frühen Abendstunden getanzt. Zwischen 6:00 und 20:00 legen hier neben Grazer Lokal-Matador:innen wie Olgica und Milès Borghese, auch Wiens Szene-DJs, wie jess_whereyouatVince, Apua oder DJ Deadlift auf. 

Ergänzt wird das Daytime-Line-up durch die in Slowenien lebende Sibil, deren energiegeladene Sets klassische Musikalität mit House, Techno, funkigen Basslines und trippigen Vocal-Fragments zu einem ebenso eleganten wie euphorischen Clubsound verweben. Die extended Afterhour wird von der Berliner themuddshow im Video-Livestream übertragen.

Unter den zahlreichen bestätigen lokalen DJs befinden sich schließlich auch die Grazer local heroes Mama Feelgood & Mr. Farmer, die mit ihrem launisch-unterhaltsamen DJ-Set das Abschlusskonzert von Marc Almond am Sonntag eröffnen werden.
 

Tickets

Festivalpässe und Tickets aller Kategorien sind über NTRYÖticket und Resident Advisor erhältlich. Weitere Informationen findet ihr in unserem Ticketshop.