Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Music Guide 2026

In 2026, Elevate once again becomes a focal point for contemporary electronic and experimental music. In its 22nd edition, the festival presents an intentionally diverse club programme, focused concert formats, and adventurous interdisciplinary projects.

Insgesamt gibt es dieses Jahr 75 internationale und lokale Acts und Bands bestehend aus rund 150 Musiker:innen auf insgesamt 12 verschiedenen Bühnen zu erleben und damit soviel Programm wie noch nie. Bespielt werden dabei die obligatorischen Venues Dom im Berg und Orpheum, beeindruckend auratische Locations wie der Grazer Dom und das Mausoleum, die Clubs GRNGR, Parkhouse und (neu:) ppc, und die Helmut List Halle. Das Programm skizziert dabei Entwicklungslinien und Synchronizitäten zeitgenössischer Genres und Ästhetiken und setzt diese in Kontext. Genre-Pioniere treffen auf up-and-coming Acts, Ikonen der Popkultur auf die Heads der Subkultur, Avantgarde-Ensembles auf DJs und Club-Producers. Gemeinsam bilden sie die musikalischen Trends der Gegenwart in all ihren Facetten ab.
 

Concerts

Pop-Affinitäten jenseits des Mainstreams

Die in den letzten Jahren stetig voranschreitende Auflösung der Grenze zwischen Mainstream und Underground spiegelt sich im Programm des diesjährigen Festivals wider. 2026 zeigt eine ausgeprägte Affinität zu poppigeren Sounds.

Der prominenteste Künstler des Programms ist niemand geringeres als Marc Almond, der das Festival am Sonntag beschließt. Als Stimme der legendären Formation Soft Cell schrieb Almond mit minimalistischem, zugleich emotional aufgeladenem Synthpop Musikgeschichte. Kult-Songs wie “Tainted Love” bewegen sich zwischen düsterer Romantik, urbaner Subkultur und großen melodischen Hooks. Almond wird sowohl Soft-Cell-Klassiker als auch Werke aus seinem Solo-Repertoire präsentieren.
 

Ein Act, auf den sich wohl auch die meisten einigen können ist Anika. Die in Berlin stationierte Exil-Britin und ehemalige Polit-Journalistin wird oft mit Nico von Velvet Underground verglichen. Ihre samtig-unterkühlte Stimme verleiht den Songs eine hypnotische Tiefe. Persönliche und gesellschaftliche Themen werden zu introspektiven Indie-Pop-Nummern verwoben, die Suchtpotential haben und Anika in Kenner:innen-Kreisen den Ruf als Kult-Act eingebracht haben.

Leichtfüßig sind die Seelen-Schmeichler Tracks von Herbert & Momoko. Der Musiker, Produzent und Filmkomponist Matthew Herbert wird in einem Duo mit Momoko Gill zu erleben sein. Die Produzentin, Songwriterin und Multi-Instrumentalistin zählt seit Langem zu den bestgehüteten Geheimnissen der britischen Elektronik- und Jazzszene. Gemeinsam bewegen sich Herbert & Momoko zwischen der Energie des Dancefloors und intimen Stimmungen. Für die neue Pop-Sensibilität des Underground steht auch die Musikerin, Produzentin und NTS-Radiomacherin Maria Somerville. Ihr warmer, nuancierter Sound ist zwischen Dream-Pop, Ambient, Shoegaze und experimentellem Folk situiert. Verhuschte, geisterhafte Vocals und atmosphärische Scapes spielen hier die zentrale Rolle. Es geht um den Vibe.